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Gerhard Willke ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter zuletzt eine Keynes-Bio grafie (2002), ein Buch zum Neoliberalismus (2003) und einen Einführungsband Kapitalismus (2006).
Mehr als elf Millionen Deutsche leben laut jüngsten Erhebungen unter der Armutsrisikoschwelle und verfügen über ein Einkommen von unter 60 Prozent des mittleren Einkommens. Als arm gilt, wer weniger als 50 Prozent zur Verfügung hat. Ist diese Einschätzung überhaupt zielführend? Welche empirischen Erfahrungen liegen unseren Urteilen und historischen Vergleichen über Armut zugrunde? Welche Theorieansätze sind vielversprechend? Wie wurde Armut früher definiert?
Diese grundlegenden Fragen greift Gerhard Willke in der als Ein führung konzipierten Schrift auf. Der Experte für Wirtschaftspolitik legt ein aufklärendes und lösungsorientiertes Buch über ein komplexes soziales Problem vor, zu dessen Lösung Willke altenativ zur landläufigen Umverteilungspolitik innovative Strategien der »Chancenpolitik« als Armutsbekämpfung erarbeitet.